Abbildung 1: Intelligente Sensor-Architektur
Als Verarbeitungseinheiten können mehrere Gerätetypen verwendet werden – Mikrocontroller, SoCs und FPGAs. Die Wahl hängt von der Komplexität und Funktionalität des intelligenten Sensors ab. In intelligente Sensoren integrierte Verarbeitungseinheiten sind viel ausgefeilter und umfassen Erregerquellen, hochauflösende Analog/Digital-Wandler (A/D-Wandler) und D/A-Wandler, universell einsetzbare diskrete I/O, schnelle Architekturen, Mathematikunterstützung und stromsparende Modi. Die eingebettete Intelligenz überwacht kontinuierlich die diskreten Sensorelemente, validiert die bereitgestellten technischen Daten und überprüft regelmäßig die Sensorkalibrierung und den Zustand. Der wesentliche Unterschied des intelligenten Sensors zum integrierten Sensor mit eingebetteter Datenverarbeitungsschaltung sind seine Intelligenzfunktionen (Selbstdiagnose, Selbstidentifikation oder Selbstanpassung (Entscheidungsfindung)). Die Verwendung eines prozessorbasierten Systems im Inneren von Sensoren kann potenziell erhebliche Vorteile gegenüber einfachen Sensordesigns bringen – bessere Genauigkeit, Zuverlässigkeit, Fehlererkennung, erweitertes Power-Management, flexibler Designzyklus, zusätzliche Funktionen usw.
Intelligente Sensoren können über eine Reihe von verschiedenen Schnittstellen mit berührungslosen, optischen/induktiven Verbindungen oder „drahtlos“ über passive oder aktive Funktechnologie angeschlossen werden. Die Wahl der Schnittstelle richtet sich nach den Anforderungen und dem Bedarf, wie Stromversorgung, Reichweite und Miniaturisierung. Die Kommunikations-/Speicherfunktion unterstützt die Datenbereitstellung und Konnektivität mit IoT-Cloud-Diensten (Verschlüsselung/Sicherheit, Speicherung und Analyse). Schließlich verwaltet das Kommunikationsmodul die Kommunikation zwischen dem intelligenten Sensorsystem und externen Geräten (lokale, entfernte oder Überwachungsstationen).
Ökosystem intelligenter Sensoren
Ein Unterscheidungsmerkmal des intelligenten Sensors ist seine Rolle im breiteren Informations- und Analyseökosystem. Die Integration intelligenter Sensoren in der gesamten Lieferkette kann die Betriebskosten senken, die Ressourceneffizienz erhöhen und die Bedarfsplanung verbessern. Übertragungsstandards wie Wi-Fi, Bluetooth, NFC, RFID und andere werden dann verwendet, um diese Daten an andere Sensoren, Steuergeräte, zentralisierte Verwaltungsplattformen oder verteilte Rechenplattformen zur Datenaggregation und -analyse zu übermitteln (Abbildung 2).